Wasserfilter gegen Chemie, Arznei und PFAS
- 2 Kartuschen Gehäuse mit je einem Entlüftungsventil
- Filtermedien frei wählbar
- Wandmontagewinkel aus Edelstahl 2 mm und Anbohrlöcher
- Kartuschen Gehäuse mit Entlüftungsventil
- Filtermedien frei wählbar
- Wandmontagewinkel aus Edelstahl 2 mm und Anbohrlöcher
- Kartuschen Gehäuse mit Entlüftungsventil
- Aktivkohlefilter
- Wandmontagewinkel aus Edelstahl 2 mm und Anbohrlöcher
- Wasserfilter bis 120°C
- Komplett aus Edelstahl 1.4404
- Integriertes Ablassventil
- 3-stufiger Trinkwasserfilter
- Filterbestückung nach Wunsch
- verschiedene Anschlussgewinde
- Kartuschen Gehäuse mit Entlüftungsventil
- Aktivkohlefilter
- Wandmontagewinkel aus Edelstahl 2 mm und Anbohrlöcher
- 4-stufige Filterstation für Trinkwasser
- Filtereinsätze individuell wählbar
- Inkl. Wandhalterung
- 4 Filterstufen für optimale Ergebnisse
- Entfernt Sediment- und Schadstoffe sowie Bakterien und Viren
- Geeignet für Gewerbe, Industrie und Haushalt
- 3 Filterstufen für optimale Ergebnisse
- Entfernt Sediment- und Schadstoffe sowie Bakterien und Viren
- Geeignet für Gewerbe, Industrie und Haushalt
- Hohe Durchflussrate von bis zu 1400 l/h möglich
- 5 Filterstufen bis 1400 l/h für optimale Ergebnisse
- Entfernt Kalk, Sediment- und Schadstoffe sowie Bakterien und Viren
- Geeignet für Gewerbe, Industrie und Haushalt
- Aktivkohle als Granulat
- Passend für alle 20" x 4,5" und 20" x 4" Filtergehäuse
- EN12915-1:2009 zertifiziert für die Anwendung im Trinkwasserbereich
- 3 Filterstufen für optimale Ergebnisse
- Entfernt Sediment- und Schadstoffe sowie Bakterien und Viren
- Geeignet für Gewerbe, Industrie und Haushalt
- Inklusive Durchflussbegrenzer zur sicheren Entkeimung
- 2 Filterstufen für optimale Ergebnisse
- Entfernt Sediment- und Schadstoffe sowie Bakterien und Viren
- Geeignet für Gewerbe, Industrie und Haushalt
- Inklusive Durchflussbegrenzer zur sicheren Entkeimung
- 10" Kartusche aus Polykarbonat
- Premium-Filtersand
- Kompatibel zu allen 10" Systemen
- Körnung 0,4-0,8 mm
- Filtersand für Poolwasser
- Körnung 0,4-0,8 mm
- Versand im praktischen 5 kg Beutel
- Aktivkohle als Granulat
- Bindet organische Stoffe
- NSF Zertifiziert für die Anwendung im Trinkwasserbereich
- 4 Filterstufen für optimale Ergebnisse
- Entfernt Sediment- und Schadstoffe sowie Bakterien und Viren
- Geeignet für Gewerbe, Industrie und Haushalt
- Edelstahlausführung
- 10" Kartusche aus Polykarbonat
- Premium-Filtersand
- Kompatibel zu allen 10" Systemen
- Körnung 0,4-0,8 mm
- Wasserfilter für die Trinkwasseraufbereitung
- Bestücken Sie ihren Filter nach Bedarf
- Industriestandard mit Wandhalterung und Entlüftung
- 3 Filterstufen für optimale Ergebnisse
- Entfernt Sediment- und Schadstoffe sowie Bakterien und Viren
- Geeignet für Gewerbe, Industrie und Haushalt
- Hohe Durchflussrate von bis zu 1400 l/h möglich
Warum unser Leitungswasser chemisch komplexer ist als gedacht
Wer den Wasserhahn aufdreht, erwartet Reinheit. Doch chemisch betrachtet ist das, was aus der Leitung kommt, weit mehr als nur die Verbindung von Wasserstoff und Sauerstoff. Es ist ein Spiegelbild unserer Umweltnutzung. In der modernen Hydrologie sprechen wir heute von einer schleichenden chemischen Signatur, die wir Menschen im Wasserkreislauf hinterlassen. Während die klassische Aufbereitung im Wasserwerk nahezu alle Keime abtötet, stoßen die großtechnischen Anlagen bei modernen, synthetischen Molekülen oft an ihre Kapazitätsgrenzen. Das Wasser agiert als universelles Transportmittel für alles, was wir auf Feldern ausbringen oder in der Industrie verwenden.
Die Wege der Kontamination vom Acker bis zum Hahn
Die Chemie unseres Wassers ist untrennbar mit der Geologie und der Landnutzung verknüpft. Nehmen wir das Grundwasser, unsere wichtigste Ressource. Wenn es durch verschiedene Gesteinsschichten sickert, ist das eigentlich ein Reinigungsprozess. Doch heute fungiert der Boden oft nur noch als Durchlaufstation für wasserlösliche Substanzen. Ein massives Problem stellt hier die Stickstoffüberlastung dar. Wenn Gülle im Übermaß auf die Felder gelangt, wandelt die Bodenbiologie diesen Stickstoff in Nitrat um. Da Nitrat-Ionen extrem mobil sind, wandern sie ungebremst in die Tiefe. Aber auch Oberflächenwasser, etwa aus Flüssen, trägt eine chemische Last. Hier landen oft die geklärten Abwässer der Städte, die zwar biologisch gereinigt sind, aber immer noch eine „chemische Suppe“ aus Mikroschadstoffen enthalten, die im Wasserwerk nicht als Problem erkannt werden.
Mikroschadstoffe und die Belastung durch unseren Lebensstil
Es ist eine bittere Ironie: Die Medikamente, die uns heilen, belasten unser Wasser. Wirkstoffe wie Diclofenac oder Rückstände von Kontrastmitteln sind darauf optimiert, im Körper stabil zu bleiben. Genau diese Eigenschaft macht sie in der Umwelt zu einem Problem. Sie werden nicht abgebaut. Besonders kritisch wird es bei hormonell wirksamen Stoffen. Rückstände aus Verhütungsmitteln sind bereits in winzigsten Mengen, im Nanogramm-Bereich, biologisch aktiv. Für die Wasserwerke ist es eine Sisyphusarbeit, diese Moleküle zu finden und zu eliminieren. Oft liegen sie unter den gesetzlichen Grenzwerten, was jedoch nichts über ihre langfristige Wirkung bei täglichem Konsum aussagt.
Die unsichtbare Bedrohung durch PFAS
In der Chemie gibt es Verbindungen, die man als „Ewigkeitschemikalien“ bezeichnet: PFAS. Diese per- und polyfluorierten Substanzen sind ein Geniestreich der Industrie, aber ein Albtraum für die Gesundheit. Die Bindung zwischen Kohlenstoff und Fluor ist so massiv, dass sie unter natürlichen Bedingungen praktisch nicht aufzubrechen ist. Ob in der Beschichtung deiner Regenjacke oder in der Pfanne – diese Stoffe gelangen über Abrieb und Waschen ins Wasser. Da sie sich im menschlichen Körper anreichern und im Verdacht stehen, das Immunsystem und den Hormonhaushalt zu stören, ist ihre Entfernung aus dem Trinkwasser eine der drängendsten Aufgaben der heutigen Filtertechnik.
Technologische Strategien zur chemischen Reinigung
Wenn wir chemische Schadstoffe aus dem Wasser entfernen wollen, müssen wir die physikalischen Gesetze der Molekularbiologie nutzen. Ein einfacher Siebfilter reicht hier nicht aus; wir müssen auf der Ebene der elektrischen Ladungen und Oberflächenspannungen arbeiten.
Aktivkohle als molekularer Schwamm
Die Aktivkohlefiltration ist wohl das bewährteste Verfahren. Aber was passiert da chemisch genau? Es ist ein Prozess namens Adsorption. Stell dir die Aktivkohle wie ein gigantisches Labyrinth mit einer unvorstellbar großen inneren Oberfläche vor. Wenn Wasser hindurchfließt, wirken die Van-der-Waals-Kräfte. Organische Verbindungen, die sich im Wasser eigentlich „unwohl“ fühlen (hydrophobe Stoffe), bleiben an den Kohlenstoffwänden kleben. Das funktioniert exzellent bei Pestiziden und Chlor. Doch Vorsicht: Aktivkohle ist kein Allesfresser. Polare, also sehr gut wasserlösliche Stoffe wie Nitrat, fließen an ihr oft einfach vorbei. Zudem muss man den Filter regelmäßig wechseln, sonst droht ein „Durchbruch“, bei dem die Kohle die gesammelten Schadstoffe schlagartig wieder abgibt.
Hochleistungschemie durch Umkehrosmose
Die Umkehrosmose ist das schwerste Geschütz im Kampf gegen Chemie im Wasser. Hier nutzen wir eine Membran, deren Poren so winzig sind, dass sie fast nur die Wassermoleküle passieren lassen. Chemisch gesehen ist das ein Trennverfahren auf Basis des osmotischen Drucks. Durch hohen mechanischen Druck zwingen wir das Wasser durch eine Polyamid-Schicht. Dabei werden nicht nur Schadstoffe nach ihrer Größe sortiert, sondern auch nach ihrer Ladung. Die Membran stößt geladene Ionen ab. Das Ergebnis ist ein Wasser, das fast völlig frei von Nitrat, Schwermetallen und sogar den hartnäckigen PFAS ist. Es ist quasi „leeres“ Wasser, was geschmacklich gewöhnungsbedürftig sein kann, aber chemisch die höchste Reinheit bietet.
Die gezielte Wirkung von Ionenaustauschern
Um ganz spezifische chemische Probleme zu lösen, nutzt man Ionenaustauscher. Hier findet eine echte chemische Reaktion statt. Das Filtermaterial, ein spezielles Harz, ist mit harmlosen Ionen (wie Natrium oder Chlorid) „geladen“. Wenn das Leitungswasser vorbeiströmt, tauscht das Harz diese Ionen gegen die unerwünschten Schadstoffe aus. Ein klassisches Beispiel ist die Nitratentfernung. Das Nitrat bleibt am Harz hängen, und im Gegenzug wird ein Chlorid-Ion ins Wasser abgegeben. Das ist hocheffektiv, erfordert aber eine regelmäßige Regeneration des Materials mit Kochsalz, damit die chemische Tauschkapazität erhalten bleibt.
Chemie aus der eigenen Hausleitung
Oft vergessen wir, dass die Chemie des Wassers sich auf den letzten Metern dramatisch verändern kann. Das Wasserwerk liefert eine Qualität, die durch die Rohre im eigenen Haus wieder zunichtegemacht werden kann. Bleileitungen in Altbauten sind hier das bekannteste Beispiel. Blei ist ein heimtückisches Gift, das sich im Körper ablagert. Aber auch Kupfer kann zum Problem werden, besonders wenn das Wasser lange in der Leitung steht (Stagnationswasser). Hier reagiert das Wasser chemisch mit dem Metall der Rohre. Wer sichergehen will, nutzt Filter direkt am Entnahmepunkt, um diese metallische Last in letzter Sekunde abzufangen.Das Dilemma mit der Chlorung
Um Bakterienwachstum in den riesigen Rohrnetzen der Städte zu verhindern, wird oft Chlor zugesetzt. Das ist mikrobiologisch sinnvoll, chemisch aber problematisch. Chlor kann mit natürlichen organischen Resten im Wasser reagieren und sogenannte Desinfektionsnebenprodukte bilden, wie Trihalogenmethane. Diese stehen im Verdacht, krebserregend zu sein. Ein guter Endstellenfilter mit Aktivkohle nimmt dieses Chlor und seine Nebenprodukte chemisch wieder aus dem System, bevor das Wasser im Glas landet.
Ein Fazit zur chemischen Aufbereitung
Die Entscheidung für ein Filtersystem ist letztlich eine Entscheidung darüber, wie viel Chemie man seinem Körper zumuten möchte. Es geht nicht darum, Panik zu schüren – unser Wasser ist meist sicher. Aber wer die kumulativen Effekte von Pestizidresten, PFAS und Medikamentenrückständen minimieren will, kommt um eine gezielte Aufbereitung nicht herum. Die Kombination aus mechanischer Barriere und chemischer Adsorption bietet hier den besten Schutz gegen die unsichtbaren Begleiter in unserem Trinkwasser.