Hochdruck-Magnetventil

Auswahl des richtigen Hochdruckmagnetventils

Hochdruckmagnetventile sind bei Anwendungen mit den folgenden Bedingungen zu empfehlen:

· Medien mit wenigen Schmutzteilchen

· Kleine Flussmengen

· Durchschnittliche Differenzdrücke zulässig

· Hohe Geschwindigkeit bei der Betätigung

· Direktgesteuerte Magnetventile 2/2 Wege und 3/2 Wege - NC oder NO

Direktgesteuerte Hochdruckmagnetventile 2/2 Wege und 3/2 Wege - NC oder NO

Durch die Magnetspule wird ein elektrisches Magnetfeld erzeugt, das den Anker anzieht (Ausführung NC) bzw. schließt (Ausführung NO). in dem Anker befindet sich ein eingepresster Dichtkegel. Dieser drückt direkt auf den Ventilsitz und schließt somit das Ventil. Bei Anhebung des Ankers wird der Durchfluss des Mediums ermöglicht. Bei Absenkung des Ankers schließt das Ventil. Der zulässige Druckbereich hängt von der Zugkraft der Magnetspule ab. Durchschnittliche Schaltzeiten 5 ÷ 25 ms.

Servogesteuerte Hochdruckmagnetventile 2/2 Wege - NC oder NO

Die Mediumskraft wird genutzt, um das Magnetventil durch ein passendes vollständiges Vorsteuerventil zu betätigen. Daher muss der Druck des Eingangsmediums immer über einem bestimmten Mindestdruck liegen, der auf den Datenblättern angegeben wird. Mit der gleichen Spulenkraft wie bei den direkt gesteuerten Ventilen ermöglichen diese Magnetventile die Steuerung größerer Durchflussmengen und höherer Drücke. Durchschnittliche Schaltzeiten 50 ÷ 500 ms.

Zwangsgesteuerte Hochdruckmagnetventile 2/2 Wege - NC

Diese Magnetventile sind eine Kombination von direkt- und servogesteuerten Ventilen. Der Anker ist mechanisch mit der Membrane verbunden, auf welcher sich eine Abströmdüse befindet. Bei niedrigem Druck arbeitet das Magnetventil wie ein direktgesteuertes Ventil. Das vollständige Öffnen, sowie ein vollständiger Durchfluss sind bei niedrigen Drücken nicht möglich. Bei höheren Drücken arbeitet das Ventil wie ein servogesteuertes Ventil und ein vollständiges Öffnen ermöglicht den vollen Durchfluss. Durchschnittliche Schaltzeiten 50 ÷ 500 ms.

Mit dem 2/2-Wege Symbol wird ein Ventil mit 2 Anschlüssen, jeweils als Eingangs- bzw. Ausgangsseite gekennzeichnet. Das 3/2 Wege Symbol kennzeichnet ein Ventil mit 3 Anschlüssen - mit jeweils einer Eingangsseite und 2 Ausgangsseiten. Eine Ausgangsseite bleibt immer offen, die Zweite geschlossen. Die Schaltzeichen und ihre Wirkungsweise werden auf dem jeweiligen Datenblatt (DiN-iSO 1219) grafisch unterteilt.

In Ruhestellung sind die Magnetventile geschlossen (NC) oder geöffnet (NO):

  • In Ruhestellung geschlossen (NC): das Magnetventil öffnet wenn die Spule erregt wird.
  • In Ruhestellung geöffnet (NO): das Magnetventil schließt wenn die Spule erregt wird.

Handnotbetätigung (M)

Magnetventile mit Direkt- oder Servosteuerung mit 'Ruhestellung geschlossen' können als Option mit einer Handnotbetätigung gefertigt werden. Diese Zwangsbetätigung ermöglicht auch bei Spannungsausfall ein Öffnen des Ventils.

Schließdämpfung (V)

Servogesteuerte Magnetventile (nur die in jedem Datenblatt angegebenen Modelle) können mit einer regulierbaren Schließdämpfung versehen werden. Durch die Schließdämpfung wird das Absenken der Membrane auf den Sitz kontrolliert, um Wasserschläge zu vermeiden.

Hochdruckmagnetventil-Grundlagen

Für die richtige Wahl des Magnetventils empfehlen wir, die folgenden technischen Anweisungen zu beachten:

Anschlüsse und Nennweiten

Die Anschlüsse sind mit einem Zollgewinde (G nach iSO 228) oder einem metrischen Gewinde erhältlich. Die Nennweiten (DN) sind in Millimeter angegeben und entsprechen dem Durchmesser des Ventilsitzes.

Differenzdruck-Bereiche (OPD = Operating Pressure Differential)

Alle Druckangaben in diesem Katalog sind Grenzwerte. Diese Werte sind in Bar angegeben. Die Ausgangsseite ist bei diesen Angaben als drucklos angenommen. Werden 3/2-Wege Magnetventile in einer anderen Wirkungsweise als bestellt eingesetzt, so ändern sich die zulässigen Differenzdruckbereiche. Der maximal zulässige Betriebsüberdruck (PN) kann in der Regel bis zum 1.5-fachen maximalen Wert für den Differenzdruck (OPD) betragen.

Druck (Maßeinheiten)

Die Si-Einheit des Drucks ist das Pascal (Pa), definiert als 1 Newton von Kraft auf eine Fläche von einem Quadratmeter (1 N/m2). Da Pa eine kleine Maßeinheit ist, werden kPa (1 Kilonewton/m2) oder MPa (1 Meganewton/ m2) für die Dampftechnik üblich verwendet. Die häufigste metrische Einheit für Druckmessen in der Dampftechnik ist aber das Bar. Es ist gleich 105 N/ m2, und kommt 1 Atmosphäre nahe. Diese Maßeinheit wird überall in diesem Katalog verwendet. Oft werden auch andere Maßeinheiten verwendet, wie lb/in2 (PSi), kg/cm2, atm in H2O und mm Hg. Konversionsfaktoren sind von verschiedenen Quellen einfach erhältlich.

Absoluter Druck (bar a)

Der absolute Druck ist der Druck gemessen von Perfektvakuum. Der Druck von Perfektvakuum ist 0 bar a. Manometerdruck (bar g) Der Manometerdruck ist der Druck von Luftdruck. Obwohl der Luftdruck von Klima und Höhe über dem Meerspiegel abhängt, wird einen allgemein anerkannter Wert von 1.013 25 bar a (1 atm) oft verwendet. Das ist der durchschnittliche Druck ausgeübt von der Luft der erdeatmosphäre auf Meerspiegel.

Manometerdruck = Absoluter Druck - Luftdruck

Der Druck über Luftdruck bringt immer einen positiven Manometerdruck hervor. Umgekehrt ist der Vakuumdruck oder negativer Druck immer unter dem Luftdruck. Der Druck von -1 bar g entspricht nahe dem perfekten Vakuum.

Differenzdruck

Der Differenzdruck ist die Differenz zwischen zwei Drücken. Wenn der Differenzdruck angegeben wird, ist es nicht notwendig, die Suffixe 'g' oder 'a' zu verwenden, um bzw. Manometerdruck oder absoluten Druck zu bezeichnen, da die Maßeinheit unwesentlich wird. Deshalb ist die Differenz zwischen zwei Drücken die gleiche, wenn sie als Manometerdruck oder als absoluten Druck gemessen wird, solange die zwei Drücke von derselben Maßeinheit gemessen werden.

Durchfluss Hochdruckmagnetventile

Unter Durchfluss versteht man die Menge des Mediums, die durch den Hauptventilsitz innerhalb eines gewissen Zeitraums fließt. Die Nennweite (DN) ist in der entsprechenden Tabelle angegeben. Der Durchfluss wird durch einen konstanten Kv-Wert beschrieben (nach VDi/VDe 2173), der angibt, welche Wassermenge bei einer Temperatur von 20°C und einem Differenzdruck von 1 bar pro Minute durch das Ventil fließt. Um den Durchfluss bei höherem Druck zu ermitteln, sollte man, den Kv-Wert mit der Wurzel des Differentialsdruck multiplizieren. Die in den Tabellen angegebenen Durchflusswerte (Kv) unterliegen einer Toleranz von ± 15%.

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